Veröffentlicht in Leib und Seele

Käsekuchen (… à la Chef…)

20140402-IMG_2776-012  Käsekuchen gehören in unserer Familie zu den „Top Ten“ der beliebtesten Kuchen. Wir haben schon viele schöne Stunden mit Freunden und Bekannten bei einem Stück Käsekuchen verbracht.

Seinen Beinamen hat dieser Käsekuchen von einer Begebenheit, von der ich kurz berichten möchte:

Mein Mann hatte viele Jahre lang das Glück, einen Chef mit Weitblick und Menschenkenntnis zu haben, der sich weit über das nötige Maß hinaus um seine Mitarbeiter kümmerte. Ihm habe ich zum Geburtstag mal einen Käsekuchen gebacken. Erst war er ein bisschen ratlos und fragte, ob das ein Quarkkuchen sei. Da hatte er Recht: Ein Käsekuchen ist ein Quarkkuchen (in der Schweiz ist ein Käsekuchen pikant). Seit diesem Tag bekommt er jedes Jahr einen zum Geburtstag, und so ist der Kuchen zu seinem Beinamen gekommen. Danke für alles, lieber R.!

Hier also das Rezept vom „Käsekuchen à la Chef“:

Der Käsekuchen besteht aus zwei Teilen: Dem Mürbteigboden und der Quarkfüllung.

Für den Boden einen Mürbteig herstellen aus:

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200 Mehl vermischt mit 1 TL Backpulver

100 g Zucker

100 g (sehr weicher oder sogar geschmolzener) Butter

Saft einer halben bis ganzen Zitrone

1 Ei

1 Prise Salz

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Eigentlich muss man einen Mürbteig ja mit kalten Butterflöckchen herstellen, aber die kalte Butter klebt bei mir immer überall und will auch nicht richtig geschnitten werden. Mit der geschmolzenen Butter geht es genauso, und wenn ich Platz im Kühlschrank habe, stelle ich die mit Teig ausgekleidete Form kalt, bis die Füllung fertig ist.  Das muss aber gar nicht sein.

Für die Füllung:

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4 Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen und kalt stellen. Die Eigelb in eine Rührschüssel geben und verrühren mit:

1 kg Quark (ich nehme Magerquark, alles andere geht aber bestimmt auch…)

125 g geschmolzene Butter

200 g Zucker

Saft einer halben  bis ganzen Zitrone

1 Päckchen Vanillezucker

1 Päckchen Puddingpulver Vanille (es muss ein Pulver für Pudding zum Kochen sein, das ist wichtig!)

20140402-IMG_2763-006 In diese Mischung nun den Eischnee unterheben.

Jetzt muss eine wichtige Entscheidung gefällt werden, bevor die Füllung auf den Teigboden kommt: 20140402-IMG_2755-004Mit Rosinen? Oder mit abgetropften Kirschen? Oder mit klein geschnittenen Dosenpfirsichen? Oder nur ganz pur?

Ist alles in der Form, kommt der „Ruckeltrick“: Damit die Oberfläche schön glatt wird, stelle ich die Form auf ein Küchenhandtuch und wackle schnell hin und her, so glättet sich alles: 20140402-IMG_2765-007  20140402-IMG_2767-008  20140402-IMG_2771-009

20140402-IMG_2773-010  Und ab in den Ofen, unteres Drittel (oder ganz unten, je nach Ofen) bei 185 Grad Unter- und Oberhitze. Und 80 Minuten warten und den Duft genießen, der sich bald in der Küche verbreitet. Spätestens nach einer Stunde mal am Ofen vorbeischauen, denn der Kuchen wird gerne schnell schwarz. Also abdecken, z.B. mit Backpapier.

20140402-IMG_2774-011  Und wenn der Kuchen gut ausgekühlt ist, dann…, ja dann… Gutes Genießen!

 

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