Veröffentlicht in Leib und Seele

Veronika, der Lenz ist da!

 

 

Ja, jetzt ist es unbestritten: Der Lenz ist da! Ich nehme das berühmte Lied der „Comedian Harmonists“ einfach mal wörtlich: Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala, die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst…. Endlich gibt es wieder Spargel, der nicht weiter gereist ist als ich in seinem Leben. Und bei uns gibt es wieder ein echtes Spargelessen!

20140315-IMG_2406-002  Was dazu gehört, könnt ihr hier nachlesen…Klar: zunächst einmal Spargel. Dazu gibt es bei uns rohen und gekochten Schinken, gebratene Kartoffeln, Kratzete und Sauce.

Den Spargel koche ich im Dampfgarer, genauso geht aber auch ein Topf mit Salzwasser, einer Scheibe Zitrone und einem Klecks Butter.

Die Kartoffeln:

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Neue (die sind schöner) Kartoffeln gründlich waschen und bürsten (so kann die dünne Schale dranbleiben). Garkochen (also Pellkartoffeln, aber nicht pellen). Je nach Größe vierteln, sechsteln oder achteln, in einer Butter-Öl-Mischung schön goldgelb braten und zum Warmhalten in den Ofen stellen.

Die Kratzete:

Das sind eigentlich „zerkratzte Pfannkuchen“, also einen Pfannkuchenteig herstellen. Ich nehme dazu Mehl, Eier, Salz, Milch und sauren Sprudel (also Mineralwasser mit Kohlensäure). Weil ich das nach Augenmaß mache, gibt es keine genauen Mengenangaben. Es sieht ungefähr so aus:

20140315-IMG_2405-001 Der Teig soll einigermaßen dünnflüssig sein, damit man ihn die die Pfanne gießen kann.

20140315-IMG_2416-006  Also: braten, zerkratzen und ab in den Ofen zu den Kartoffeln.

Spätestens jetzt den Tisch decken, denn wenn die Sauce einmal fertig ist, dann sollte man nicht zu lange warten!

Und jetzt das wichtigste: die Sauce. Sie wird in einer Schüssel im Wasserbad gemacht. Ich habe erfreulicherweise einen hohlwandigen Topf, den fülle ich mit Wasser, so kann mit kein Wasser in die Sauce schwappen. Das darf nämlich nicht passieren!

Grundsätzlich gehören in die Sauce:

20140304-IMG_2260-002  (Hier die Variante mit Estragon und der richtigen Menge Wein)

4 Eigelb    (ein Eiweiß kann in den Kratzete-Teig, die drei übrigen kommen in den Rhabarberkuchen, den es zum Nachtisch oder Kaffetrinken gibt)

ein Schuss Weißwein, dass die Eier „schwimmen“

Salz, Pfeffer

Estragon (oder Zitronengras, auch sehr lecker! Oder gar nichts, das geht auch!)

1/2 Butter (also 125 g etwa) geschmolzen (das mache ich in der Mikrowelle)

Notfallzitrone

20140315-IMG_2407-003  (Hier die Variante mit Zitronengras und zu viel Wein, ich habe später doch wieder welchen herausgelöffelt…)

Eigelb, Wein, Kräuter, Salz und Pfeffer verrühren und weiterrühren, bis die Sauce „anzieht“, d.h. beginnt, fester zu werden. Jetzt erst ein paar Tropfen , dann etwas mutiger mehr und schließlich alle Butter einrühren. Immer weiter rühren. Wenn die Sauce gerinnen will (sich die Zutaten nicht verbinden wollen) mit ein paar Tropfen Zitrone retten.

Jetzt schnell alle zum Essen rufen – Guten Appetit!

 

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