Also ganz ehrlich: Jedes Jahr freue ich mich darüber, dass Spargel und Rhabarber in dieselbe Saison gehören und ich die Eiweiß, die von der Spargelsauce übrig geblieben sind, für den Rhabarberkuchen verwenden kann.
Dieses Rezept mag meine Familie am liebsten: Mamas Rhabarberkuchen. Die Namensgeberin bin übrigens nicht ich, sondern die Mutter einer Freundin, deren Familie diesen Kuchen auch liebt…
Ich bereite immer zuerst den Rhabarber vor, damit der Kuchen schnell in den Ofen kommt, wenn der Teig fertig ist. Leider kann ich keine genaue Mengenangabe über den Rhabarber machen, vielleicht vier bis fünf Stängel, je nachdem wie lang/dick sie sind. Er soll eben eine Springform gut füllen.
Den Rhabarber abziehen und in kleine Stücke schneiden.
Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Für den Teig:
200 g Butter
180 Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3-4 Eier (je nach Größe und Vorrat im Kühlschrank)
200 Mehl
1 MSP Backpulver
Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier schaumig schlagen.
Mehl und Backpulver mischen. Das ist wirklich wichtig! Neulich habe ich mir das Mischen bei einem Marmorkuchen gespart, der blieb dann ganz flach in seiner Form und sah sehr kümmerlich aus.
Also Mehl und Backpulver mischen und zu der Eier/Zuckermischung geben.
Das kommt alles in eine Springform, und der Rhabarber wird darauf verteilt. Jetzt kommt der Kuchen für 20 Minuten in den Ofen.
So sieht das aus, wenn er aus dem Ofen kommt: Der Teig ist noch weich in der Mitte: 
Für das Baiserhäubchen:
3 Eiweiß und 90-120 Zucker (je nachdem, wie „süß“ ihr seid) steif schlagen und nach den 20 Minuten auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen.
Die Backofentür nicht ganz schließen und die Hitze auf 180 Grad reduzieren. Weitere 20 Minuten backen.
Der Kuchen wird um den Rhabarber herum nicht ganz trocken, bleibt vielleicht sogar ein bisschen cremig. Keine Sorge! Er ist gar (keine Salmonellengefahr [Info für alle, die wie ich Salmonellen kein zweites Mal erleben möchten…]), der Rhabarber gibt beim Backen eben Saft ab.
Viel Spaß beim Kaffetrinken! Und viel Freude darüber, dass Rhabarber und Spargel zur gleichen Zeit reifen, und wir die übrigen Eiweiß von der Spargelsauce so lecker verwerten können!
