…hmmm, nachdem wir uns den kalten Winterwind bei einem Spaziergang im Wald um die Nasen haben wehen lassen, ist genau die richtige Zeit für Semmelknödel mit Pilzragout. Auch, wenn wir die Pilze nicht im Wald gefunden haben, sondern leider nur gekauft haben.-
Die wichtigste Zutat für die Semmelknödel läuft bei uns in der Küche immer nebenbei mit: Aus einem Geschirrtuch habe ich mir ein Sammelsäckchen genäht, indem ich es einfach in der Mitte gefaltet habe (rechts auf rechts) und eine lange und eine kurze Seite zusammengenäht habe. Achtet dabei darauf, dass der Aufhänger an der offenen Seite ist. In diesem Säckchen sammele ich alles „Altbrot“, also Semmeln, Baguette aber auch Brezeln. Wenn die mal in ein Stadium gekommen sind, wo sie so keiner mehr essen will, schneide ich sie in dünne Scheiben und lasse sie in dem Säckchen trocknen.
Meine Semmelknödel sind etwas anders: Ich stelle nämlich nur einen her, und der kommt aus dem Backofen, und das geht so:
250 g Semmelknödelbrot (kann man, wenn der eigene Vorrat mal leer ist, auch beim Bäcker kaufen) in eine Schüssel geben und mit
375 ml heißer Milch übergießen und einweichen lassen.
In einer Pfanne eine große Zwiebel (in Würfel geschnitten) in Butter schön goldgelb braten, und je nach Geschmack klein geschnittene, glatte Petersilie dazugeben. Ich mache das immer erst kurz bevor die ganze Mischung zum Knödelbrot kommt, damit die Petersilie nur „zusammenfällt“.
Dazu kommen 3 Eier, ein Becher Sauerrahm, etwas Muskatnuss und Salz. Gut vermischen und durchziehen lassen (etwa eine Stunde).
Dann in die kalt ausgespülte Form (ich verwende eine Silikonform. In anderen Formen habe ich es nie ausprobiert, das sollte schon auch gehen. Vorsichtshalber gut einfetten und evtl. sogar mit Semmelbröseln ausstreuen).
Die Form in Backpapier einschlagen und bei 175 Grad (Heißluft) etwa eine Stunde lang backen.
Auf eine Platte stürzen und aufschneiden.
Das Pilzragout bereite ich „freihändig“ zu, d.h. ohne Rezept. Ich verwende die Pilze, die ich gerade kriegen kann, hier sind es Steinchampignons und Kräuterseitlinge. Bei einem Diskounter (Entschuldigung!!) habe ich prima Tiefkühl-Pfifferlinge gefunden, die könnten dann direkt mit in die Pfanne.
Wie auch immer: eine Zwiebel würfeln und in einer großen Pfanne anbraten, die geputzten und geschnittenen Pilze dazugeben und mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Je nach Geschmack oder Zielgruppe mit Weißwein oder auch weißem Portwein (dann bekommt das ganze eine leicht süße Note, und weiß sollte er sein, sonst wird die Soße so schmutzig grau…) ablöschen. Etwas Gemüsebrühe angießen und kurz vor dem Servieren einen Becher süße Sahne zugeben. Nochmal abschmecken und evtl. mit ein bisschen Gemüsebrühenpulver nachwürzen.
Guten Appetit!
Übrigens: Für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass etwas übrig bleibt: Die Semmelknödelscheiben einfach in etwas Butter aufbraten… Auch nicht schlecht….
Einkaufszettel:
250 g alte Semmeln oder Semmelbrot
3 Eier
1 Becher Sauerrahm
glatte Petersilie
1 Zwiebel
gemischte Pilze (ca. 400 – 500 g)
1 Zwiebel
Süße Sahne
evtl. weißer Portwein











