Veröffentlicht in Leib und Seele

Rinderragout…wärmt Körper und Seele..

20141226-IMG_4379-010  und ist so unerhört praktisch. Ich liebe Gerichte, die ich vorbereiten und dann sich selbst überlassen kann. 

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Pro (erwachsener) Person rechne ich mit 150 g Rindfleisch. Wenn es beim Metzger schönes Gulasch-Fleisch gibt, nehme ich das, wenn es allerdings erst noch geschnitten werden muss, lasse ich mir die Stücke gerne etwas größer schneiden. Dann muss alles zwar etwas länger schmoren, aber es wirkt noch „deftiger“.

Beim Anbraten scheiden sich die Geister: Klassisch wird das Fleisch erst in etwas Fett angebraten, aus dem Topf genommen, dann kommt das Gemüse dran. Wegen der Röstaromen. Genauso kann man aber mit dem Gemüse anfangen, dann einfach das Fleisch dazu geben und ablöschen. Das ist zwar anders, kommt aber auch zu einem guten Ergebnis.

Gemüse? Was ich gerade zu Hause habe: Aber auf jeden Fall Zwiebel (eine Gemüsezwiebel oder zwei „normale“, Farbe ist egal), Knollensellerie und/oder  Karotten. Oder Petersilienwurzeln. Also was, was in oder knapp über der Erde wächst…

Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

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Das Gemüse würfeln.

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In einem Bräter (ich nehme gerne meinen schönen Gusseisernen. Der ist zwar schwer, aber irgendwie gehört das für mit zusammen: Ragout und gusseisener Bräter) einen guten Schuss Öl erhitzen und je nach Gemütslage erst das Fleisch braten und wieder herausnehmen oder eben mit dem Gemüse anfangen, das Fleisch dazu geben, 1 EL Tomatenmark dazugeben und mit trockenem Rotwein ablöschen. Die Menge kann hier von einem guten Schuss (etwa vier Portionen) bis zu 1/4 l (je nach Geschmack und Fleischmenge) reichen. Den Rotwein einkochen lassen.

 

 

20141226-IMG_4375-007  Mit Fleischbrühe angießen (ca. gutes Drittel der Fleischmenge, z.B. 500 ml Fleischbrühe bei 1,5 kg Fleisch). Weil ich nicht gerne Geschirr spüle, streue ich das Brühenpulver direkt auf das Fleisch und gieße nur noch Wasser zu. Den Messbecher kann ich dann gleich abtrocknen und wieder wegräumen. Spart Zeit und Wasser.

20141226-IMG_4377-008  Kräuter: Es war gar nicht so einfach, in unserem hiesigen Supermarkt ein Bouquet garni zu finden. Die gibt es in praktischen Beutelchen oder so wie auf dem Bild als Bündel. Für so ein Ragout ist so ein Kräuterbündel (Bouquet garni) genial, denn man kann die Kräuter nach dem Schmoren leicht wieder herausfischen. Wenn keines aufzutreiben ist, kann man auch lose getrocknete Kräuter in einen Teebeutel geben. Es gibt so große Teebeutel, die man mit einer Metallklammer schließen kann. An der Klammer ist eine Kette mit Haken, damit der Teebeutel an der Kanne befestigt werden kann. Statt Tee und Kanne gehen genauso Kräuter und Schmortopf: In so einen Teebeutel ein Lorbeerblatt, etwas Thymian, Rosmarin und Majoran geben.

Dann den Deckel auf den Schmortopf und ab in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen. Etwa 1-5 bis zwei Stunden schmoren lassen, je nach Fleischgröße und wie weich man es mag. Also zwischendrin mal ein Probestück rausfischen, vorsichtshalber.

Nach der Garzeit, das Fleisch aus dem Topf fischen (jetzt sind die etwas größeren Stücke natürlich praktisch) und die Soße mit dem Pürierstab pürieren. Mir ist sie dann meistens sämig genug. Falls nicht, etwas Speisestärke mit kaltem Wasser verrühren (Menge und Mischverhältnis steht auf der Packung) und damit die Soße binden. Oder ein bisschen Sahne in die Soße rühren. Dann wird sie etwas milder. Oder etwas Wasser auffüllen, falls die Soße zu sehr an ein Gemüsepüree erinnert. Je nachdem eben.

Das Fleisch zurück in den Topf und erhitzen:  Fertig!

Dazu gibt’s Spätzle oder Knödel oder Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree oder Kartoffelgemüsepüree oder….. ich weiß auch nicht: Es gibt tausend und eine Möglichkeiten!

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Der Einkaufzettel:

Rindfleisch (pro Person etwa 150 g)

Wurzelgemüse (Sellerie, Zwiebel, evtl. Karotte)

ein Rest Rotwein

Tomatenmark

Fleischbrühe

Bouquet garni

evtl. Sahne

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