
Diese Sterne begleiten mich (schon fast) mein ganzes Leben lang – Gerlinde, eine Freundin meiner Mutter, hat mir als Kind gezeigt, wie man diese Perlensterne auffädelt. Ob klein oder groß, ob aus Holzperlen oder „echten“ Perlen, ob als Schmuck für den Adventskranz, den Weihnachtsbaum oder als Gruß für liebe Menschen: Er ist so einfach wie vielfältig.
Was man benötigt: Nadel, (einigermaßen reißfesten) Faden und 12 Perlen. Je nach Perle lohnt es sich sogar, eine Perlennadel zu verwenden. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen, man muss sich dann nicht damit herumquälen, einen im Verhältnis dicken Faden durch ein kleines Öhr zu fädeln. Hat das Öhr nämlich eine bequeme Größe, passt die Nadel oftmals nicht durch die Perle.
Gearbeitet wird der Stern auf einem Hin- und einem Rückweg:
Auf dem Hinweg 10 Perlen auffädeln. Den Faden nicht vom Knäuel/der Garnrolle abschneiden, so gehen keine Perlen verloren. Vor der Perlenkette sollte noch so viel Faden in der Nadel sein, dass genug übrig ist, um den Stern später aufzuhängen (und ein bisschen mehr, denn auf dem Rückweg geht ja etwas Faden verloren).
Die Perlen nummeriere ich mir (gedanklich) für den Rückweg, die zuletzt aufgefädelte bekommt die Nummer eins usw.
Rückweg:
Die Perlenkette auf den Tisch legen, Garnrolle links, Nadel rechts (Linkshänder machen es genau anders herum). Der Faden verläuft oberhalb der Hinreihe, von links nach rechts in Perle Nummer drei einstechen, Faden vorsichtig anziehen.
Dabei halte ich vorsichtig die gerade zum zweiten Mal aufgefädelte Perle vorsichtig auf dem Tisch fest und ziehe an den Fäden. Die Grundreihe kann sich so bewegen und man sieht bereits jetzt, wie die erste Sternenzacke entsteht.
Die vierte Perle auslassen, in Nummer fünf von unterhalb links nach rechts einstechen, eine der übrigen Perlen oberhalb auffädeln und Perle Nummer sechs (von oben/links nach rechts) erneut auffädeln.
Diesen Schritt an den Perlen acht und neun wiederholen.

Die Sternenform ist jetzt schon deutlich erkennbar, der Innenkreis des Sterns wird geschlossen, indem nochmals in Perle Nummer eins eingestochen wird. Diese liegt genau gegenüber von Perle neun, die Stichrichtung ist von innen nach außen.

Eine Perle ist noch übrig: Diese wird die letzte Zacke, gegengleich einstechen, jetzt den Faden vom Knäuel trennen und einen Knoten direkt über der letzten Zacke setzen, damit der Stern hält. Nach Belieben einen zweiten Knoten für die Aufhängung setzen.
Hier nochmal eine Skizze:

Zweifarbige Variante:
Sollen Innenkreis (I) und Sternenzacken (Z) verschiedene Farben haben, benötigt man 2x sechs Perlen, auf dem Hinweg folgendermaßen auffädeln: Z I I Z I I Z I I Z, zwei Zackenperlen sind dann übrig. Diese werden auf dem Rückweg mit eingefädelt.

Besonders festlich und edel werden die Sterne, wenn man sie mit geschliffenen (Swarowsky-)Perlen auffädelt (meine sind in der Weihnachtstruhe irgendwo ganz unten, die muss ich mal suchen…)
Frohes Auffädeln!