…große Liebe. Je länger ich über die Fuge in e-Moll nachdenke, und je öfter ich sie spiele, umso begeisterter werde ich.
Beim Spielen entsteht eine Mischung aus „welches-Tempo-kann-ich-(fehlerfrei)-durchhalten“ (und ein bisschen Tempo und „sportlichen Ehrgeiz“ verträgt sie durchaus, finde ich) und guter Laune, die sich aus der Freude über Bachs verwegene Kompositionsweise ergibt.
Der Schluss hat mich schon immer schmunzeln lassen, weil die Töne komplett undramatisch einfach auslaufen und mich jedes Mal mit einem „ach, schon fertig, weg ist der Klang“ zurücklassen.
Und jetzt kommt das Tüpfelchen auf dem i: Gerade bekam ich (von jemandem, der offensichtlich besser sieht als ich) noch den Hinweis, dass der letzte Takt 32tel und keine 16tel sind. Er ist also doppelt so schnell vorbei als ich ihn bisher gespielt habe…

Und die Fermate? Steht über dem Doppelstrich – Wir hören staunend den Tönen hinterher, lauschen der Stille und freuen uns über den Nachhall, den die Musik in uns hinterlassen hat. Also ich jedenfalls freue mich!