…davon träume ich schon seit längerem. Zufällig bin ich in der Stadtbücherei einem Buch über „Nordisch stricken“ begegnet und habe es – einfach so, nur so, ohne Plan (?) – ausgeliehen und mich in quasi jeden darin beschriebenen Pulli verliebt:

Ein paar Tage habe ich gezögert, ob ich mich an ein solches Projekt heranwagen soll. Und warum auch immer: Ich habe Island-Wolle in Schweden bestellt, um den Pulli einer finnischen Autorin nachzustricken in Erinnerung an den Aufenthalt in Norwegen vor einem Jahr. Und: Ich bin es einfach leid, ständig zu frieren!
Die Anleitung ist wirklich übersichtlich gestaltet, klar habe ich Lehrgeld bezahlt, indem ich manches wieder aufgezogen habe oder beim nächsten Pulli anders machen würde, aber: Es hat geklappt.
Schon beim Stricken hatte ich es behaglich war, besonders als das Strickstück schon etwas größer wurde:


(Mit mir auf dem Sofa sitzen übrigens Marshall (der Wolf) und Rose (die Giraffe), die die ganze Zeit mehr („Sie kriegt das nicht hin“) oder minder („Geduld, das wird schon“) gewaltfrei kommuniziert haben (nach Marshall Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation).
Besonders spannend war, dass ich mich komplett auf die Größenangabe und Maschenprobe verlassen musste, weil ich den Pulli zwischendurch nicht probieren konnte (dazu waren die „Strickseile“ zu kurz).
Es war also ein ziemlich besonderer Moment, als ich zum ersten Mal in mein Werk hineingeschlüpft bin:


Ich bin echt total froh und stolz (und denke an H., die bestimmt auch total stolz auf mich wäre, weil ich ein bisschen in ihre Fussstapfen getreten bin).

Und am Ende noch ein ehrliches Wort. Islandwolle kratzt. Sie kratzt wirklich. Ich bin echt hart im Nehmen, aber sie kratzt. Ich muss was drunter ziehen. Aber das gehört ja eh so: Traditionell wird ein solcher Pulli als oberste Schicht getragen, drunter kommen – je nach Wetter: Merino/Fleece/Softshell oder alles zusammen.
