Am 19. September wird die neue Psychotherapeutische Hochschulambulanz der Uni Ulm eingeweiht. Die „stillen Mitarbeiter“, die ich dafür getöpfert habe, sind jetzt erst mal so weit.
Viele Herren sind entstanden und auch ein paar Damen mit schicken Hüten.
Es hat Scherben gegeben (die hoffentlich Glück bringen), und die Glasurbrände waren wie immer spannend. Vor dem Brand sieht es immer so als, als könnte das nie was werden, und dann ist der Moment, wenn ich den Ofen öffne, wie Weihnachten. Es können also auch kleine Enttäuschungen dabei sein….
Ein paar wenige Zwerge haben auch andere Aufgaben bekommen, so trainiert einer mit mir zusammen im Rehazentrum (Zustand nach Dekompressionsspondylodese, an der Koordination muss er noch arbeiten). Herzlichen Dank an das Vamed Rehazentrum Ulm!!
Ein anderer ist ein ganz starker Kerl, der aber auch ganz gesellige Seiten hat. Er wohnt jetzt bei M. und seiner Frau. Lieber M., tausend Dank!
Beim Blättern durch das Wohltemperierte Klavier I (vielleicht auch, weil mein Klavier ganz dringend eine Stimmung nötig hat), bin ich auf eine Fuge gestoßen, die mich begeistert:
Neulich hat sich eine tolle Chance ergeben: Meine Zwerge haben Liebhaber gefunden und dürfen in die neue Psychotherapeutische Hochschulambulanz der Uniklinik Ulm umziehen.
Also habe ich meine Sachen zusammengesucht, neuen Ton bestellt (kaum zu glauben, „meinen Lieblingston“ gibt es nicht mehr hier vor Ort), und dann ging es los:
Im Keller ist jetzt schon einiges los – Partystimmung. Die kleinen Kerle freuen sich auf ihren Einsatzort. Ein bisschen Geduld brauchen sie noch, bald steht der erste Schrühbrand an.
Noch ein Gelliprint (40×50), hier habe ich den Hintergrund vorbereitet, dann den Text eingefügt und zuletzt den Vordergrund (mit selbstgeschnittenen Schablonen) aufgedruckt.
Warum nicht Transparentpapier bedrucken und Laternen basteln für das nächste Sommerfest?
Dazu habe ich verschiedene Motiv-Schablonen ausgeschnitten und Ein-oder Zweischichtdrucke angefertigt. Erstaunlich, wie unterschiedlich die Wirkung ist.
Jetzt fehlt nur noch ein lauer Sommerabend (ohne Gewitter…).
Bin ich der Robin Hood unter den Musikern? Retterin der Verkannten und Benachteiligten? Neulich ist mir aufgefallen, dass ich einige „verkannte“ Instrumente spiele, wenn ich an die bösen Witze über Kontrabässe und Hausmeister denke, oder die vielen – auch despektierlichen Namen – für mein Akkordeon. Den Preis für das verkannteste Instrument gewinnt wahrscheinlich sie:
Zugegeben: Wir stellen uns eine Klasse mit 28 Grundschulkindern vor, alle spielen laut Flöte, oder die epische Szene am Ende von „Papa ante portas“, in der das Duettspiel eher zu einem ehelichen Missverständnis entgleist. Aber wenn ich ehrlich bin, ist die Flöte ein ganz wunderbares Instrument:
Barockmusik bewegt sich zwischen den Polen himmelhoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt. Händel – zu Lebzeiten zu Recht ein Superstar. Seine Tonsprache können wir immer noch verstehen, nach gut 300 Jahren! Leider habe ich keine Vorstellung, wie das „gesprochene Deutsch“ vor so langer Zeit klang. Ob uns das nicht viel fremder wäre?
Und Flöte spielen – optimal: Wir brauchen Lockerheit und Aufrichtung im Körper, die Flöte wiegt fast nichts, belastet den Rücken nicht. Und wir atmen tief in den Bauch und kontrolliert wieder aus. Und die Töne vibrieren unter unseren Fingerspitzen. Mit einer einzigen Flöte kann man eine ganze Kathedrale zum Klingen bringen. Wunderbar.